Aktuell:
Stadtbetrieb-Fusion: Antrag abgelehnt
Bei der
Ratssitzung 29. März 2011 ging es um die Entscheidung über die
Zusammenlegung der städtischen Baubetriebshöfe von Iserlohn und Hemer.
Zusammen mit der SPD- und der GAH-Fraktion stellte die UWG einen Antrag,
die Entscheidung um drei Monate hinaus zu schieben, um dem Städtischen
Baubetriebshof die Gelegenheit zu geben, Vorschläge für ein ähnliches
Einsparvolumen zu unterbreiten ohne eine Fusion einzugehen. Der
gemeinsame Antrag wurde vom Rat mehrheitlich mit 22 zu 18 Stimmen
abgelehnt. Anschließend stimmten bei der geheimen Abstimmung 24
Ratsmitglieder für die Zusammenlegung, 15 dagegen, bei einer Enthaltung.
Zur Begründung des Antrages gab der UWG-Fraktionsvorsitzende, Martin
Dodt, folgende Stellungnahme ab:
"Die
Stadt Hemer hat mit einem angehäuften Schuldenberg von 130 Mill. Euro
erhebliche Probleme, ihren Verpflichtungen nach zu kommen. Es muss
gespart werden. Eine Untersuchung des Baubetriebshofes, eine Fusion mit
dem Baubetriebshof Iserlohn einzugehen, um dauerhaft kostengünstiger zu
wirtschaften, wurde in Auftrag gegeben. Ein
Einsparpotential von 110.000 bis 223.000 Euro wird für die Stadt Hemer
dargestellt.
Wir, die UWG, sehen
in dem Gutachten erhebliche Unwägbarkeiten, ob dieses Einsparvolumen
tatsächlich erreicht wird. Textpassagen wie z. B. "
... manche Optimierungs-Auswirkungen sind zwar zu erwarten, aber diffus,
so dass sie nicht konkretisiert werden können"
oder "Die Optimierungs-Auswirkungen können
rechnerisch abgegrenzt werden, das heißt, die erforderlichen Annahmen
können nicht abschließend quantifiziert werden"
sind für die UWG wenig erhellend. An anderer Stelle heißt es:
"Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu
berücksichtigen, dass die zusätzlichen Kosten mit hoher
Wahrscheinlichkeit eintreten werden, während die angestrebten
Optimierungen gerade durch die handelnden Akteure, deren Entscheidungen
und Maßnahmen beeinflusst und erreicht werden müssen und somit weniger
sicher sind."
Das Gutachten geht
weiter davon aus, wie auf der Seite 11 zu lesen, dass die Einsparungen
zum größten Teil über Personalabbau erreicht werden müssen. Hier ist
festzustellen, um die angestrebten 110.000- Euro einzusparen, wird ein
Zeitraum bis 2015 gebraucht, da auf Kündigungen verzichtet wird. Die
Kennzahl bei den gewerblichen Mitarbeitern liegt in Hemer lt. Gutachten
bei 1,12 und in Iserlohn bei 1,43. Ein Mittelwert von 1,27 wird
angestrebt. Auch darin können wir keine Verbesserung erkennen.
Ein wesentlicher
Punkt sind die Gebäude des Baubetriebshofes. Herr Schmidt, der ehemalige
Leiter des Baubetriebshofes, erklärte uns in einem Informationsgespräch,
dass in den letzten zehn Jahren erhebliche Mittel in die Instandhaltung
des Gebäudes geflossen sind: neues Dach, Wasser- und Abwasserleitungen
und eine neue moderne Heizung. Der Bürogebäudetrakt wurde komplett
saniert.
Wir kommen daher zu
dem abschließenden Ergebnis: Das angestrebte Einsparpotential ist
kurzfristig nicht zu erreichen. Eine Reduzierung des Personals erscheint
in Hinblick auf den letzten Winter für uns sehr fragwürdig.
Wir vertreten daher
die Meinung, der Baubetriebshofleitung Gelegenheit zu geben, als
weiterhin selbstständige Einheit ein gleichwertiges Einsparpotential
aufzuzeigen. Die UWG sieht hier gute Ansatzpunkte, wie z. B. die
Bearbeitung des Sauerlandparkes mit bestehendem Personal,
Synergieeffekte mit den Stadtwerken, punktuelle interkommunale
Zusammenarbeit mit Iserlohn. Wir stellen daher mit der SPD-Fraktion und
der GAH den folgenden Antrag.
(Pressemitteilung: Martin Dodt, 03.04.11)
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